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Gedanken zu Ausstellungen...

 

Manches Mal werden Kritiken an Menschen kund getan, die ihre hoch im Standard stehenden Hunde in hervorragender Kondition mit großer Perfektion vorführen und es schaffen, traumhafte Erfolge auf internationaler Ebene -  beispielsweise selbst gegen eine Konkurrenz von 6000 anderen Hunden - zu erzielen.
Ich schreibe jetzt nicht hier von Kritikern an der Zucht von Rassehunden als solcher, nicht von jenen, die Hundezucht als solche unterbunden wissen wollen, damit erst einmal all jene bedauernswerten herrenlosen Geschöpfe ein Zuhause finden, die die Tierheime bevölkern oder als Straßenhunde leben.
Hier wird es immer Kontroversen und endlose Diskussionen geben. Nein, es geht hier um Menschen, die sich durchaus für  Rassehunde oder gar deren Zucht entschieden haben.
Von ihnen werden manches Mal  - und meist  hinter dem Rücken der Kritisierten - Mutmaßungen geäußert, die erfolgreichen Ausstellungshunde seien mit "ich-weiß-nicht-was" für Mitteln "präpariert", weil soviel Erfolg doch nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Ich habe mir meine eigenen Gedanken hierzu gemacht, die ich im Nachfolgenden wiedergebe:


Wenn jemand, vielleicht in Bezug auf Ringtraining selber nicht sonderlich talentiert, mit einem Hund, der vielleicht auch dazu noch nicht besonders im Standard steht, auf einer - vielleicht auch noch internationalen - Schau aufläuft, muss sich nicht wundern und schon gar nicht verärgert reagieren, wenn es bessere gibt, die ihm den Rang ablaufen. Doch anstelle von Einsicht reagieren manche von ihnen mit Neid - was sie natürlich niemals zugeben würden. Das liegt nun einmal in der Natur des Menschen und ist an sich ja auch nicht weiter schlimm. Schlimm wird es erst, wenn diese Leute beginnen, erfolgreiche Hunde - und - noch schlimmer - ihren Einsatz in der Zucht schlecht  zu reden.
Bedauerlicher Weise erkennen solche Kritiker nicht, dass gerade erfolgreich(st)e Showhunde (und ihre Handler, die wissen, wie ein Hund optimal präsentiert wird)  einen guten Beitrag zur Werbung um eine Rasse leisten, was schließlich wiederum der Bekanntheit eben dieser Rasse zugute kommt. Es sind nämlich genau diese Handler, die die Blicke auf den großen Schauen auf ihre Hunde richten , wovon gerade seltene Rassen, die um  ein klein bisschen mehr Popularität kämpfen , profitieren.
Nebenbei: Wie im Endeffekt jeder Nicht-Aussteller, der einen Hund einer bestimmten Rasse erworben hat, diesen zurecht macht (oder auch nicht), bleibt ihm selbst überlassen (es gibt Leute, die scheren z.B. ihre Bobtails nackt - ist doch OK..).
Natürlich ist es in erster Linie der Hund, der für Ausstellungen trainiert werden muss. Bei uns z.B. lernen schon die Welpen (sehr, sehr liebevoll und spielerisch), auf dem Tisch zu stehen und sich am Schnäuzchen "herumfummeln" zu lassen, sie lernen lockeres, spielerisches "Ringtraining" und dgl...
Ein Hund, der erfolgreich präsentiert werden soll, muss viel lernen, z.B., dass Fremde ihn anfassen, seinen Körper abtasten, seine Zähne kontrollieren. Er muss lernen, frei mit fremden Menschen umzugehen; er darf keine Furcht haben in der Atmosphäre großer Menschenansammlungen mit für ihn natürlich zunächst beängstigenden Geräuschen und tausenden von Gerüchen und Eindrücken und...und...und... All das ist mit viel Arbeit, Zeitaufwand, Kosten, aber vor allem mit viel Feingefühl für Tiere verbunden.
Natürlich erfordert es auch ein gewisses "Feeling", wie man sich selbst als Aussteller zu benehmen hat und wie man seinen Hund optimal präsentiert. Wenn jemand all dies nicht will und nicht beherzigen möchte, sollte er sich von Ausstellungen fern halten; allenfalls vielleicht die eine oder andere OGS aufsuchen, um für seinen Hund - wenn die Ambition besteht zu züchten - die erforderlichen Zuchtbewertungen zusammenzusammeln. Es gibt genügend andere Möglichkeiten, die Freizeit mit seinem Hund zu verbringen.

 

Übrigens: Die Zeiten, in denen jemand auf einer Internationalen Schau mit einer "Rasserarität" auflaufen konnte und alleine durch die Tatsache, dass eben diese Rasse so selten war, gleich ganz vorne stehen konnte, sind in den Zeiten der Fernreisen, in denen auch die exotischsten Rassen keine wirklichen "Exoten" oder gar "unbekannte Größen" sind, lange vorbei.

Was die Qualifikation der Richter betrifft: auf einen zu stoßen, der die Rasse, die er bewertet, nicht kennt, ist in der heutigen Zeit eher unwahrscheinlich, weil ein Richter nur Rassen bewerten darf, für die er ein Rasseexamen abgelegt hat und deren Standard er folglich kennt. Ob er die entsprechende Qualifikation hat, lässt sich in Zeiten moderner Technik - sprich: Internet - schnell herausfinden. Ist beispielsweise einem Veranstalter ein Fehler unterlaufen und er hat einen Richter eingeladen, der eine entsprechende Rasse gar nicht beurteilen darf und der Richter hat es trotzdem getan, ist die Beurteilung ungültig. Es soll allerdings schon vorgekommen sein, dass der Richter das ihm vorgestellte Exemplar nicht als einer bestimmten Rasse zugehörig erkannte, weil es so ganz und gar nicht dem Standard entsprach und nicht als XXX zu erkennen war...

 

 
Kesser Kobold - fast vergessen
Diese Seite ist einer Hunderasse gewidmet, die gerade hier im Mutterland ihres Entstehens ziemlich in Vergessenheit geraten ist...
 
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